An­dre­as Frie­sen­ha­gen, Joa­chim Veit; Dem „häus­li­chen Mu­sik­Sinn“ auf der Spur: Zu We­bers Ton­spra­che in Kam­mer­mu­sik und Lied

Andreas Friesenhagen, Joachim Veit (Detmold/Paderborn): Dem „häuslichen MusikSinn“ auf der Spur: Zu Webers Tonsprache in Kammermusik und Lied

Welche Formen nimmt Webers Musiksprache in so unterschiedlichen Bereichen wie der klavierbegleiteten Kammermusik und der Bearbeitung schottischer Volkslieder an? Untersucht werden die jeweiligen Charakteristiken dieser Tonsprache und die Konzepte, die Weber im Gegensatz zur „klassischen“ motivisch-thematischen Arbeit entwickelt. Es soll aber auch darum gehen, wie die Edition der Werke im Rahmen der Gesamtausgabe auf die Musikpraxis zurückwirkt. Der Vortrag ergänzt damit das Konzert am 2. Juli, in dem neben den Schottischen Liedern auch das Klavierquartett Webers erklingt.

Joachim Veit, Studium der Musikwissenschaft und Schulmusik in Saarbrücken und Detmold/Paderborn, 1988 Promotion mit Studien zum Einfluss Abbé Voglers und Franz Danzis auf den jungen Weber, seit 1996 Mitarbeiter im Akademienprojekt Weber-Gesamtausgabe. Ab 2005 Honorarprofessur an der Universität Paderborn und Editionsleiter der Weber-Gesamtausgabe. Leitete mehrere digitale Projekte und war u.a. Vorstandmitglied der Digital Humanities im deutschsprachigen Raum.

Andreas Friesenhagen, geboren 1965, war von 1999 bis 2022 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Joseph Haydn-Institut in Köln, wo er zehn Bände der Haydn-Gesamtausgabe herausgegeben hat, seit 2022 als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Weber-Gesamtausgabe, seit seinem Studium als freier Autor für Fachzeitschriften (u.a. Fono Forum), Konzertveranstalter und in der Tonträgerindustrie tätig.