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#ESS2019
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Foto: Musikwissenschaftliches Seminar / Universität Paderborn

Bildnachweis HfM Detmold/Frank Beyer

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NFDI4Culture

In der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) werden die wertvollen Datenbestände von Wissenschaft und Forschung für das gesamte deutsche Wissenschaftssystem systematisch erschlossen, vernetzt und nachhaltig sowie qualitativ nutzbar gemacht.

Im Bereich des kulturellen Erbes ist die langfristige Bewahrung und Verfügbarkeit von Forschungsdaten nach den FAIR-Prinzipien von grundlegender Bedeutung, nicht nur für den zukünftigen akademischen Erfolg der Geisteswissenschaften, sondern auch für das kulturelle Selbstverständnis des Einzelnen und der Gesellschaft als Ganzes. Bislang gibt es keine koordinierten Bemühungen für ein professionelles Forschungsdatenmanagement auf nationaler Ebene. NFDI4Culture will als Teil von NFDI diese Lücke für den kulturellen Bereich schließen und eine nutzerzentrierte, forschungsgetriebene Infrastruktur schaffen, die ein breites Spektrum an Forschungsbereichen von Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Architektur bis hin zu Performance, Theater, Film und Medienwissenschaft abdeckt.

NFDI4Culture ist ein örtlich, thematisch und institutionell ausgewogenen Netzwerk von neun antragstellenden und 52 teilnehmenden Institutionen. Diese Initiative versucht, das breite Spektrum der verschiedenen Akteure im Bereich des kulturellen Erbes bestmöglich zu repräsentieren. Zu den Mitantragstellern gehören vier Universitäten (Köln, Heidelberg, Marburg, Paderborn), drei Infrastruktureinrichtungen (FIZ Karlsruhe, TIB Hannover, SLUB Dresden), Deutschlands größte Institution im GLAM-Bereich (Stiftung Preußischer Kulturbesitz) und die Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz. Hinzu kommen 11 wissenschaftliche Gesellschaften, die jeweils einen der Forschungsbereiche vertreten.

In den letzten drei Jahrzehnten haben viele Institutionen eine Fülle an digitalen Repräsentationen von Kulturgütern (2D-Digitalreproduktionen von Gemälden oder Noten, 3D-Digitalmodelle von Skulpturen, Denkmälern, Räumen und Gebäuden), audiovisuellen Daten (Musik, Film, Bühnenaufführungen) und prozeduralen Forschungsdaten (z. B. spezifische Codierungs- und Annotationsformate) erzeugt. Die von NFDI4Culture in den Blick genommene Forschungslandschaft ist durch eine starke Diversität gekennzeichnet. Sie umfasst Universitätsinstitute, Kunsthochschulen, Akademien, Galerien, Bibliotheken, Archive, Museen und einzelne Forscher/-innen. Darüber hinaus existiert eine Vielfalt an Forschungsobjekten, Methoden und ein großes Innovationspotential durch datengetriebene Forschung. Auf Basis der engen Zusammenarbeit zwischen den antragstellenden Institutionen und zehn Fachgesellschaften wird erstmals eine Zusammenführung in einer föderierten Infrastruktur angestrebt, die den Bedürfnissen der Beteiligten optimal entspricht. Die große Offenheit für Kooperationen in der NFDI, der regelmäßige Wissens- und Technologietransfer sowie eine kontinuierliche Unterstützung der Nutzer/- innen sind Leitprinzipien, die im Mittelpunkt aller Arbeitsabläufe und Entscheidungsprozesse stehen. NFDI4Culture erhält große Unterstützung durch zahlreiche Forscher/-innen bis hin zu internationalen Organisationen des Kulturerbes wie der UNESCO, dem International Council of Museums, der Open Knowledge Foundation und Wikimedia. Das Konsortium möchte innovative Maßnahmen umsetzen, die einen wissenschaftlichen Kulturwandel hin zu einem bewussteren und nachhaltigeren Umgang mit Forschungsdaten ermöglichen und gleichzeitig die Qualifikation und Professionalisierung der datengetriebenen Forschung im Bereich des Kulturerbes fördern. Dies wird nachhaltige Auswirkungen auf die Wissenschaft, Kulturwirtschaft und Gesellschaft als Ganzes haben.
https://nfdi4culture.de/

 

Website

NFDI4Culture

Mitarbeiter*innen

Prof. Dr. Andreas Münzmay
(Co-Spokesperson Task Area 6)

Dipl.-Wirt.-Informatiker Daniel
Röwenstrunk

(Co-Spokesperson Task Area 3)

Dr. Kristina Richts-Matthaei
(Culture Coordination Office)

Katharina Bergmann
(Task Area 6)

Dr. Martin Albrecht-Hohmaier
(Task Area 2 und 6)

Anastasia Wawilow M. Sc.
(Task Area 3)