ARTE-Doku “Der Freigeist - Carl Maria von Weber”

Pünktlich zum heutigen 200. Todestag von Carl Maria von Weber geht die ARTE-Doku Der Freigeist - Carl Maria von Weber von Holger Preusse und Philipp Quiring online. Neben Künstler*innen wie Regula Mühlemann, Bariton Äneas Humm, Jörg Widmann oder Rachel Portman werden vonseiten der Musikwissenschaftl Prof. Antje Tumat und Frank Ziegler M.A. von der Carl Maria von Weber-Gesamtausgabe (WeGA) interviewt.

53 Min. | Verfügbar bis zum 2. September 2026 | TV-Ausstrahlung am Samstag, 13. Juni um 23:25

“Ein rastloser Erneuerer: Carl Maria von Weber war geprägt von Neugier, musikalischer Ausdruckskraft und unstillbarer künstlerischer Energie. Sopranistin Regula Mühlemann, Bariton Äneas Humm, Komponist Jörg Widmann, Filmkomponistin Rachel Portman und weitere Stimmen sprechen über einen Künstler, dessen Wirkung weit über den bekannten "Freischütz" hinausreicht.
Schon als Kind war er ständig unterwegs: Carl Maria von Weber wuchs in einer reisenden Schauspielerfamilie ohne festes Zuhause auf, die von Stadt zu Stadt zog und an verschiedenen Theaterbetrieben arbeitete. Doch diese Kindheit formte sein Gespür dafür, wie Klänge Menschen bewegen können. Ein Empfinden, das später Webers gesamtes Schaffen prägte. Früh zeigte sich seine Faszination für die Wirkung von Musik auf Menschen – eine Kraft, die seine Opern, Lieder und Instrumentalwerke durchdringen sollte.
Carl Maria von Weber verstand das Orchester als erzählende Instanz, experimentierte mutig und öffnete neue musikalische Räume, deren Wirkung bis in die Moderne und in die Filmmusik reicht. Zugleich zeigt sich sein Leben voller Brüche, geprägt von Krankheit, finanzieller Belastung, unermüdlicher Arbeit und der Suche nach einer eigenen künstlerischen Sprache jenseits etablierter Traditionen. Seine Musik verbindet emotionale Wucht mit einer zeitlosen Eigenart, die bis heute überrascht.
Die berühmte Oper ʺDer Freischützʺ (Uraufführung 1821 in Berlin) ist bis heute Inbegriff der deutschen romantischen Oper und wurde zum Meilenstein deutscher Kulturgeschichte. Weber war einer der Wegbereiter, der bewusst eine eigenständige deutsche Opernkultur schaffen wollte – sprachlich, musikalisch und thematisch.
Der Freigeist – Carl Maria von Weber führt in die Welt eines Komponisten, der bis zu seinem frühen Tod im Alter von 39 Jahren unermüdlich daran arbeitete, den Klang seiner Zeit zu erneuern und der Musik eine eigene Ausdruckssprache zu schenken, um dem Publikum eine neue Art des Hörens zu eröffnen.” (Quelle: arte.tv)

Die WeGA ist eine von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur (Mainz) geförderte Unternehmung mit dem Ziel, bis zum 200. Todestag Webers im Jahr 2026 seine sämtlichen Kompositionen, Briefe, Tagebücher und Schriften in einer wissenschaftlich-kritischen Gesamtausgabe vorzulegen. Die Ausgabe wurde geplant mit 56 Notenbänden einschließlich Kritischer Berichte, 10 Bänden Briefe, ca. 8 Bänden Tagebücher, 2 Bänden Schriften, einem Werkverzeichnis sowie mehreren Dokumentenbänden. Alle genannten Textteile (d. h. ausschließlich der Notentexte) werden als Digitale Edition publiziert. Die WeGA wird herausgegeben von Prof. Dr. Gerhard Allroggen, Editionsleiter der Ausgabe ist seit 2006 Prof. Dr. Joachim Veit, die Projektleitung hat seit 2022 Prof. Dr. Antje Tumat inne. Erarbeitet wird die WeGA an zwei Arbeitsstellen, eine davon in der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz und eine weitere am Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn . Parallel zur Ausgabe erscheint seit 1993 die Reihe Weber-Studien. (Quelle: weber-gesamtausgabe.de)

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