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Der Friedrichsthaler Kanal in Detmold mit dem Favouriteschloss, dem heutigen Palais der Hochschule für Musik, im 18. Jahrhundert. Bildinformationen anzeigen
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Bildnachweis Stephan Summers

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Der Friedrichsthaler Kanal in Detmold mit dem Favouriteschloss, dem heutigen Palais der Hochschule für Musik, im 18. Jahrhundert.

Bildnachweis Stephan Summers

Das Geschlecht musikalischer Dinge

Gefördert von der Mariann Steegmann Foundation

Zahlreiche Forschungsprojekte, Publikationen, Tagungen und Kongresse deuten darauf hin, dass die Materialität der Welt im Zeitalter der Digitalisierung deutlicher spürbar ist als je zuvor. Auch in der Musikwissenschaft gewinnen Dinge zunehmend an Relevanz. Während der material turn unter dem Schlagwort New Materialism bereits Eingang in verschiedenste Fachrichtungen der feministischen Theoriebildung und Geschlechterforschung gefunden hat,  wurde Gender als wichtige Analysekategorie in den vorliegenden Studien zur materiellen Musikkultur bisher jedoch nur wenig beachtet.

Das im Dezember 2016 unter Leitung von Rebecca Grotjahn und Sarah Schauberger gestartete Projekt betrachtet Instrumente und andere musikalische Objekte aus der Perspektive der Genderforschung. In Anlehnung an Ansätze der materiellen Kultur soll dabei nach den spezifischen Bedeutungen gefragt werden, die Dinge durch ihre materielle Beschaffenheit, das ihrem Gebrauch innewohnende Wissen und die Kontexte ihrer Verwendung erhalten.

Was verraten Dinge über die Gesellschaft und ihre Geschichte? Welche Bedeutungen kommen musikalischen Objekten in unterschiedlichen kulturellen Kontexten zu? Welche Kulturtechniken sind den Dingen eingeschrieben? Und was lässt sich durch die Analyse der Dinge über Geschlechterwissen in einem spezifischen kulturellen Kontext herausfinden? Da der Klang sowie die Bedienung musikalischer Dinge von ihren materiellen Eigenschaften abhängen, sind in diesem Zusammenhang auch die verwendeten Materialien, die Bauformen, das Design, kulturelle Kontexte usw. in den Blick zu nehmen.

Das Potenzial des Ansatzes für die musikwissenschaftliche Genderforschung soll im Rahmen einer vom 23. bis 24. Juni 2017 in Detmold stattfindenden Arbeitstagung ausgelotet werden. An diesem Wochenende werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen zusammenkommen, um ihre Perspektive auf konkrete musikalische Objekte zu diskutieren. Die daraus entstehenden Ding-Porträts werden im Jahrbuch Musik und Gender 2018 publiziert.

Um die kulturelle Bedeutung der Dinge im Kontext von Gender näher ergründen zu können, erfolgt im Rahmen des Projekts darüber hinaus eine systematische Sammlung und Dokumentation musikalischer Objekte aller Art.